Ausstellung „BallArbeit – Fußball & Migration“ sowie Vortrag & Diskussion mit Christoph Ruf im Fanprojekt

Vom 18. bis 30. April 2016 präsentiert das Fanprojekt Jena in seinen Räumlichkeiten im Roland-Ducke-Weg 2 die Wanderausstellung „BallArbeit“. Am 26. April 2016 ab 19:03 Uhr gibt es eine Diskussion zum Thema „HoGeSa“ – (k)ein Abgesang“. Die Ausstellung ist für Jugendliche ab der 8. Klasse konzipiert und widmet sich gesellschaftlich relevanten Themenfeldern am Beispiel des Fußballs.

 

Anhand anschaulicher Beispiele werden Begriffe wie „Migration“, „Integration“, „Ausgrenzung & Rassismus“, „Gleichberechtigung“, „Konflikte & Mentalität“ und „Prävention im Sport“ veranschaulicht. Ziel ist, ein Bewusstsein für Migration und ihre Folgen zu schaffen und positive Modelle vorzustellen. Jugendlichen soll „BallArbeit“ ermöglichen, sich über den Fußball schwierige Themen selbstständig zu erarbeiten und zum verantwortlichen Handeln anregen. Dabei produziert „BallArbeit“ keine “multikulturelle Romantik”, sondern zeigt, wo der Fußball eine Vorbildfunktion für Akzeptanz, Respekt und Toleranz haben kann. Aber auch die negativen Seiten des Fußballs werden benannt: Ausgrenzung, Vorurteile, Diskriminierung und Gewalt gegen Migranten. Die tragenden Säulen der deutschen Männer-Nationalmannschaft heißen nicht mehr Beckenbauer, Maier und Müller, sondern Gomez, Klose, Podolski, Khedira oder Özil. Der Anteil der Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund in den Jugend- und Amateurligen steigt immer weiter. Wo immer heute Fußball gespielt oder von Zuschauern verfolgt wird, spielt Migration eine wichtige Rolle.
Fairness, Chancengleichheit, Leidenschaft und Vielfalt sollen laut UEFA die Kernbotschaften des Fußballs sein. „BallArbeit“ veranschaulicht, dass Vorbilder auf lokaler Ebene mindestens ebenso wichtig sind, wie Özil & Co. Vorbilder aller Altersstufen, die Teil des täglichen Lebens sind: Mitspieler, Trainer, Schiedsrichter. Beim Fußball geht es ums Gewinnen und es geht oft sehr hart zur Sache. „BallArbeit“ betont bewusst die Werte des „Fairplay“ und die starke integrative Kraft des Fußballs und im Profi- und Amateurbereich. Der Fußballplatz ist ein Ort der Begegnung für Menschen unterschiedlichster sozialer und ethnischer Herkunft. Fußball kann helfen, Brücken zu bauen.
„BallArbeit“ macht sich auf eine Reise von der Welt des Profifußballs bis zum alltäglichen Straßenkick. Sie zeigt, wie Menschen durch den Fußball zu Migranten wurden, wie sie im Fußball ein Zuhause gefunden haben. Es werden aber auch Geschichten vom Scheitern erzählt: Junge Afrikaner kommen mit den Bildern der Stars im Kopf und dem Traum, Fußballprofi zu werden nach Europa und stehen kurz darauf mittellos auf der Straße. Die Ausstellung stellt außerdem Klubs wie “Türkiyemspor Berlin”, “Hellas Lüdenscheid” oder “Lupo Wolfsburg” vor und beschreibt, mit welchen Problemen diese Vereine zu kämpfen hatten und haben. „Ballarbeit“ thematisiert die soziale Verantwortung von Verbänden und Vereinen.
Im Rahmenprogramm der Ausstellung findet am Dienstag, dem 26. April 2016 ab 19:03 Uhr eine Veranstaltung mit Vortrag und Diskussion zum Thema „HoGeSa“ – (k)ein Abgesang“ statt. Gast ist der bekannte Autor und Journalist Christoph Ruf, welcher intensiv zu diesem Thema recherchiert hat. Im Anschluss kann die Übertragung des Championsleague-Halbfinales verfolgt werden.
Der Eintritt zur Veranstaltung wie selbstverständlich auch zur Ausstellung ist frei. 

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- u. transphobe, oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Weitere Infos:
Vereinshomepage „Flutlicht“

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